Eindrücke aus Taizé

Wir kommen an, nach 12 Stunden Fahrt, übermüdet aber glücklich, endlich da zu sein.

Taize ist genau so und gleichzeitig ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. In manchen Dingen so zweckmäßg: Markierungen auf dem Boden der Kirche zeigen an, wo man sitzen darf und wo nicht, „meat“ und „no meat“ teilen die Essenschlangen auf. Und dann im gleichen Moment kommt man mit Leuten aus Schweden ins Gespräch, die zufällig neben einem in der Schlange stehen, nicht vorstellbar zu Hause, aber da ist es möglich. In Taizé ist es möglich, fremde Leute in einer Woche besser kennenzulernen als die Freunde die man schon ewig zuhause hat. In Taizé ist es möglich, verschiedenste Meinungen zu haben und trotzdem gut miteinander auszukommen. In gebrochenem Englisch mit Leuten über Gott und die Welt zu diskutieren und sich nicht daran zu stören, wenn man einige Wörter nicht kennt, die Anderen verstehen einen schon.
Ich habe mit einem Mädchen aus Palästina darüber geredet, wie schwer es für uns war, unseren Studienplatz zu bekommen. Mit Niederländerinnen darüber, wie verschieden die Schulsysteme in verschiedenen Ländern doch sind. Ich habe mit einer Amerikanerin über den besten Kaffee diskutiert und mit einer Spanierin über die Hölle.

Und dann war ich plötzlich wieder zuhause. Ganz einfach so. Die Leute in Taizé haben mir von Taizépression erzählt, der Leere, die man nach Taizé zuhause fühlt. Ich habe es nicht geglaubt, bis ich alleine in meinem Zimmer saß und es plötzlich so still war. Am nächsten Morgen ohne Andacht in den Tag starten ist seltsam und als ich bei Aldi in der Schlange stehe und die Leute überall hin sehen, nur nicht zu anderen Menschen, verstehe ich das Wort.

Inzwischen bin ich wieder im Alltag angekommen. Zum Glück, könnte man jetzt sagen. Oder leider.

Unser Sommerfest

zuschauer
bandmais
chor
fahnen

Der Pop Chor eröffnet mit Sweet Dreams das Sommerfest, die Sonne scheint –  besser kann es nicht sein. Da schadet auch der später einsetzende Regen der Stimmung nicht!

Als Verpflegung gab es ein leckeres Internationales Buffet mit Nudel-Kartoffel-Salat, Hummus, Auberginencreme, verschiedenen Kuchen, Brot und vielem mehr. Musikalisch begeisterten außer dem Chor die Hoodies mit tollen selbstgeschriebenen Stücken und die arabische Band, die freitags in der Jugendkriche probt. Beim Auftritt der HipHop Gruppe von Ivan staunten die meisten nur noch. Und wer selbst sportlich aktiv werden wollte, konnte sich beim Outdoor Klettern austoben.

Insgesamt ein toller, gelungener Abend, wir bedauern alle, die nicht da waren 😉

SoulFood im Advent

Garten Eden 2.0 – die Jugendkirche lädt herzlich ein zum Adventsgottesdienst mit anschließender Weihnachtsfeier. Wir freuen uns, euch am Sonntag den 18. Dezember bei uns um 18 Uhr begrüßen zu dürfen!
Mithilfe des Popchores und der Hiphop gruppe um Ivan Mahdi-Salim wird der Abend
musikalisch gestaltet. Für alle Musikbegeisterten gibt es zudem Weihnachtslieder-Karaoke und natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Die Wilde Bühne zu Gast bei uns

Am 2. Dezember um 18 Uhr ist die Wilde Bühne mit ihrem neuen Stück bei uns in der Jugendkirche zu Gast.
„Unser Flüssigbrot – Ottilie Hoffmann im Kampf gegen Alkohol“ heißt die neue Produktion, sie selbst beschreiben ihr Stück wie folgt:

Theresa und Ludwig, 14 und 17 Jahre alt. Geschwister. Vater alkoholkrank, Mutter hilflos bemüht um innerfamiliären Ausgleich. Ihr Alltag geprägt von Gewalt, Lügen, Kontrollzwang, Gefühlsstarre und ethischer Verwahrlosung. Die Geschwister entwickeln unterschiedliche Überlebensstrategien, um dem häuslichen Wahnsinn zu entkommen. Während Theresa sich in Phantasiewelten flüchtet, sucht Ludwig sein Ventil in Gewaltausbrüchen und starkem Alkoholkonsum. Nur in der neuen Wärmestube nebenan findet Theresa ein offenes Ohr und Momente der Ruhe.
„Unser Flüssigbrot“ nimmt u.a. Bezug auf die Geschichte der Bremer Kaufmannstochter Ottilie Franziska Hoffmann (1835-1925). Ottilie Hoffmann und ihre Helferinnen engagierten sich gegen die Exzesse des Alkoholkonsums in den Bremer Häfen. Sie verteilten dort Mahlzeiten und alkoholfreie Getränke, gründeten in Bremen die alkoholfreien Kneipen und Speisehäuser, Ottilie Hoffmann-Häuser genannt.

Das Stück ist geeignet für Jugendliche ab der 8. Klasse aber auch für Erwachsene eindrucksvoll. Nach der Aufführung kann mit den Akteuren und Akteurinnen, die selbst suchterfahrungen haben, über das Thema diskutiert werden.
Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Schwerpunkt Kreatives und Umwelt am letzten Oktoberwochenende

Am letzten Oktoberwochenende lädt die Jugendkirche ein zu Veranstaltungen zum Thema umweltbewusste Mode. Am 28. und 29.10. findet unter der Leitung von Reante Drögemöller der Upcycling Workshop an der Nähmaschine statt. Ihr könnt aus alten Textilien neue Produkte wie Mützen, Schals, Beutel, und und und kreieren. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Am Sonntag geht es dann weiter mit unserem Kleidertauschbrunch. Beginnt euren Tag mit leckerem Essen und tauscht anschließend alte Kleidung gegen neue Teile. Eine tolle Möglichkeit sich von alten geliebten Teilen sinnvoll zu trennen und vielleicht ein paar neue einzigartige Lieblingsstücke zu finden! Passt auf, dass euer Kleiderschrank nicht danach voller ist, als davor 😉

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